Kooperation zwischen Jugendhilfe & Schule

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In unserer Arbeit in der Jugendhilfe haben wir die Erfahrung gemacht, dass in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen neben dem familiären Leben die Schule eine wesentliche Rolle als Sozialisationsinstanz spielt.

Seit vielen Jahren gestalten wir daher Möglichkeiten der engen Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen Schule und Jugendhilfe. Nur im Zusammenwirken von Lehrkräften und Sozialpädagogen lassen sich Antworten auf die stetig wachsenden Anforderungen an Schule finden, die die Bedürfnisse von allen Kindern und Jugendlichen berücksichtigen.

Kooperationsprojekte zwischen Schule und Jugendhilfe (KSJ) in Kiel:

Seit mehreren Jahren sind auch von städtischer Seite Projekte initiiert, die Schulen, Jugendamt und freie Träger der Jugendhilfe in dem Bemühen vereinen möglichst präventiv auf Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf einzugehen, um gelingende Bildungswege zu ermöglichen. Diese KSJ-Projekte sind mittlerweile an vielen Schulstandorten im Kieler Stadtgebiet angesiedelt.

Die Flexiblen Hilfen sind mit zwei Projekten an Kieler Schulen tätig:

„Leinen Los!“ an der Max-Tau-Grund- und  Gemeinschaftsschule in Kiel Mettenhof  sowie „Stufe II“ an der Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule mit Grundschulteil in Kiel Wellingdorf.

In beiden Projekten werden Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen für eine Zeit nicht oder nicht durchgängig ihre Regelschulklasse besuchen können, intensiv – mit individuell abgestimmten Hilfsangeboten - begleitet. Dies kann bedeuten, dass die Kinder bzw. Jugendlichen für einige Zeit in einer kleinen Lerngruppe durch Lehrkräfte der Schulen und sozialpädagogische Fachkräfte der Flexiblen Hilfen betreut werden. Tagesstrukturierende Angebote im Nachmittagsbereich und eine intensive Elternarbeit gehören ebenfalls zu diesen Projekten. Ziel der Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ist eine möglichst baldige Reintegration in die Regelklasse.

Soziales Lernen in der Schule – SKOTT

Als besonders präventiv wirkende Form der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule haben wir zu Beginn der 2000er Jahre das Programm SKOTT© - Sozialkompetenzkurse für ein besseres Lern- und Klassenklima entwickelt.

SKOTT-Kurse begleiten Schulklassen idealerweise für ein Schuljahr, und unterstützen sie dabei mit vielen praktischen Übungen, die von ihnen selbst benannten „Knackpunkte“ zu bearbeiten. Wir sehen die Schüler und die Lehrkräfte als „Fachleute“ für ihre eigenen Themen. Sie wissen am besten, was sie brauchen. Dieser partizipative Ansatz stärkt die Klassengemeinschaft und betont die Rolle und Verantwortung des Einzelnen für das Miteinander. Schwerpunkte des Angebotes sind die Stärkung der Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Schüler sowie die Erweiterung des Methodenpools der Lehrkräfte. Letzteres wird u.a. durch eine intensive Reflexionsarbeit mit den beteiligten Lehrern erreicht.

Die Klassen entwickeln in dieser Zeit eigene (Konflikt-)Lösungsstrategien und erweitern ihre Empathiefähigkeit.

www.skott-kiel.de

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